Samstag, 20. Juni 2015

Moonwalk

Auf dem Mond ist es wahrscheinlich auch nicht viel kälter als hier momentan bei uns, wir kriegen heute mit Ach und Krach grad mal 10 Grad zusammen ... und das Mitte Juni .... Zumal stürmt und regnet es auf dem Mond auch nicht ...
Also habe ich beschlossen, mich mal auf einen Mondspaziergang zu begeben und habe am Donnerstag das neue Mysterie von Birgit Freyer mit dem Namen "Moonwalk" angeschlagen. Heute habe ich den ersten von drei Teilen fertiggestellt. Das Muster ist nicht schwierig zu stricken, der Rapport schön kurz, aber es erfordert doch ein bissel Konzentration ... nebenbei Fernsehen und ein Gespräch mit dem Göga sind gefährlich ☺



Nun ist alles wieder fein säuberlich verpackt und wartet auf den 2. Teil des Mysteries, das dann nächsten Donnerstag kommt und da beginnt auch schon das Spitzenmuster ... ich bin schon gespannt und freu mich drauf ☺

Der petrolfarbene Zopfpulli ist nicht sonderlich gewachsen, ich hab ja die letzten Tage vermehrt am Mysterie gestrickt und war auch oft unterwegs ... aber nun geht's weiter.

Am Freitag hatte ich einen Arzttermin im Nachbarort Bad Schlema. In der Zeit, die ich auf meinen Mann gewartet habe, damit er mich dann wieder abholt, bin ich ein bisschen durch den Kurpark geschlendert und hab ein paar Fotos gemacht ... leider war das Wetter unter aller Kanone und so sind dann auch die Bilder geworden, ein bissel trübe halt.
Ich bin ja in Schlema geboren und aufgewachsen und es ist erstaunlich, was aus diesem Ort geworden ist. Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Beginn des 2. Weltkrieges war Schlema neben Joachimsthal in Tschechien das stärkste Radiumbad der Welt. In den 50er und 60er Jahren war es da wohl ähnlich wie am Klondike, da war die Wismut in ihrer Blütezeit und dementsprechend hat sie alle möglichen Leute angelockt, um das begehrte Uran zu fördern ... vom einfachen Abenteurer über Um- und Aussiedler bis hin zum echten Verbrecher war wohl alles vertreten ... Dementsprechend sah dann auch der Ort aus, hinzu kamen riesige Abraumhalden ... der Berg und der Ort wurden ausgebeutet bis aufs Mark.
Nach der Wende hat dann der damalige Bürgermeister die Initiative ergriffen und auch mit reger Unterstützung von K. Biedenkopf, dem damaligen Ministerpräsidenten, und begonnen, den Ort zu sanieren ... 2004 wurde dann wieder ein Radonheilbad daraus.

Das Wasserspiel auf dem Foto ist der sogenannte Martin-Ebert-Musik-Brunnen, gewidmet dem früheren Direktor der Schiller-Schule in Schlema (schon zu Zeiten meines Vaters Lehrer dort und später mein Direx und Deutsch-Lehrer ... der absolute Goethe-und-Schiller-Freak)

Radon hat viele heilende Eigenschaften ... Haut, Knochen, Schmerztherapie, Lungenerkrankungen ... die Dosis macht's halt ... Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich gern ein bisschen hier belesen. Auch Wikipedia spuckt einiges interessantes aus ... nur für den Fall, dass ihr mal das Strickzeug kurz beiseite legen wollt ... und bevor man aus dem Fenster guckt ...

Euch allen ein schönes strickiges Wochenende

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biene